Die Hunde - Die Überlegungen vor der Anschaffung
Nur zu häufig werden die Ansprüche eines Hundes von begeisterten Tierliebhabern unterschätzt. Dass man viel Zeit, Geld und Geduld benötigt, um den Bedürfnissen dieser Tiere gerecht zu werden, ist leider oft kein Bestandteil der Überlegung vor der Anschaffung eines Hundes. Um herauszufinden, ob man ein geeigneter Hundebesitzer wäre, sollte man sich daher im Voraus gründlichst über die zu erfüllenden Bedingungen seiner favorisierten Rasse informieren. Nicht selten stellt man dann aber fest, dass jene Rasse, die man sich zumeist aus optischen Gründen ausgesucht hat, nicht zu den gegebenen Bedingungen passt. Im Interesse des Tieres sollte man dann auf eine andere Rasse ausweichen, die dem persönlichen Lebensstand besser entspricht.
Eine umfassende Recherche und Informierung über Hunde allgemein sollte selbstverständlich sein. Einige Grundregeln sind jedoch unabhängig von der Hunderasse wichtig, wenn man mit dem Gedanken spielt, sich einen Hund anzulegen.
Ein Hund braucht täglich ca. drei Stunden Auslauf – bei bestimmten Rassen mehr. Dieser sollte über den Tag verteilt werden, am besten morgens, mittags und abends. Auch im übrigen Zusammenleben benötigt der Hund täglich viele Stunden Aufmerksamkeit, denn er muss nicht nur körperlich sondern auch geistig gefordert werden.
Ein Hund ist ein nicht unerheblicher finanzieller Faktor. Zur monatlich anfallenden Hundesteuer kommen regelmäßige Kosten wie Futter, planmäßige Tierarzt-Kosten, Zubehör, evtl. Beiträge von Hundevereinen oder Versicherungen sowie unregelmäßig anfallende Ausgaben wie unplanmäßige Tierarztkosten beispielsweise bei Unfällen, Schadenersatzzahlungen bei Beschädigungen durch den Hund. Um ein harmonisches Zusammenleben mit einem Hund möglich zu machen, ist es notwendig, den Hund von klein auf konsequent zu erziehen und regelmäßig mit ihm zu trainieren. Eine fundierte Hundeausbildung ist sehr zeitaufwendig. Man muss sich im Voraus gründlich über tiergerechte Erziehungsmethoden informieren und dauerhaft im Training bleiben.
Ein Urlaub mit Hund ist nicht immer möglich. Man braucht entweder eine zuverlässige und hundeerfahrene Betreuungsperson, die den Hund im Urlaub versorgt oder muss auf Urlaubsziele ausweichen, die eine Mitnahme des Hundes erlauben. Hier ist das Angebot allerdings sehr knapp und Flugreisen oft nicht zu ermöglichen. Man muss sich also darüber im Klaren sein, dass sich die meisten Reisen mit Hund auf nationale Urlaubsorte beschränken.
Generell ist es unabdingbar, vor einer Anschaffung mit allen im Haushalt lebenden Personen abzuklären, ob ein Leben mit Hund für alle in Frage kommt und gesundheitlich keine Probleme bestehen wie z.B. mögliche Tierhaarallergien.
Diese Punkte gelten grundsätzlich für alle Hunderassen. Nur allzu häufig kommt der Gedanke auf, ein kleiner Hund brauche weniger Bewegung oder geistige Auslastung als ein großer Hund. Doch das ist ein Trugschluss – jeder Hund, ob groß oder klein braucht die selben Grundlagen an Bewegung und Aufmerksamkeit; dazu kommen dann die jeweiligen rassenbezogenen Ansprüche.
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